Koch Ronny Pietzner

Ronny Pietzner ist Koch, Berater, Stiftungsgründer. Als „Jogi Löw“ der Nationalmannschaft der Köche (VKD) führte er das Team zum Sieg des „Battle of Lion“ 2006 in Singapur. Seit 2002 berät und betreut er Kunden aus Gastronomie und Industrie. Er entwickelt Food-Produkte, betreibt ein exklusives Catering und kennt sich auch mit Geschirr und Foodstyling aus.

Vom Koch zum Consultant: Lässt sich eine solche Karriere eigentlich planen?

Nein. Die Frage sollte ja auch vielmehr lauten: „Was macht man draus, wenn man die Chance bekommen hat, in ganz viele internationale Töpfe zu schauen?“ In meinem Fall waren es die Auftritte auf Messen und die Veranstaltungen für Kunden, die mich dazu gebracht haben, Anfang der 2000er-Jahre eine Beratungsfirma zu gründen.

Konzepte für andere: Was genau macht ihr da?

Ich berate meine Kunden nach meinen Vorstellungen und mit dem gewonnenen Wissen aus der Praxis. Wir bieten vor allem hochentwickelte Dienstleistungen an. Und Konzepte, die Gastronomie und Food-Industrie zusammenführen. Dabei ist es mir sehr wichtig, meine Kunden beim Prozess der Umsetzung eng zu begleiten.

ronny-pietzner-7-kochen-mit-kindern-der-bundespraesident-zu-gast

Ronny Pietzner kocht mit Kindern und Bundespräsident Gauck

2012 hast du die Stiftung yum.me mitgegründet. Warum der Fokus auf Kinder?

In meiner aktiven Zeit im Nationalteam hab ich einiges gesehen und gelernt. Danach wollte ich unseren Kindern und Jugendlichen etwas mit auf den Weg geben. Sie sind unsere Zukunft. Die Stiftung ist eine private Initiative von Frank Michalak, Vorsitzender des Vorstands der AOK Nordost) und mir. yum.me unterstützt Maßnahmen und Projekte für eine gesunde und verantwortungsvolle Ernährung von Kindern und Jugendlichen.

Kochen und kochen lassen. Welche Rolle spielt Convenience für dich?

Eine große Rolle! Egal, welche Sparte in der Gastronomie, alle müssen sich diesem Thema stellen, denn der Fachkräftemangel hat uns längst erreicht. Die Frage ist nur, wann fängt ein Produkt an, ein Convenience-Produkt zu sein, und wann hört es damit auf. Entscheidend ist letztendlich die individuelle Note des Kochs bzw. des Unternehmers und welcher USP herausgestellt werden soll.

ronny-pietzner-5-kochen-fuer-die-stiftung-_-eltern-kind-tage-_bahnhofspassagen-potsadm

Engagement für die Stiftung „Eltern-Kind-Tage“ in Potsdam

Catering auf hohem Niveau: Qualität trotz Quantität, wie gehts? 

Man braucht gute Mitarbeiter, die diese Philosophie genau so tragen wie man selbst, und man braucht den Kunden, der auch bereit ist, den Mehrwert zu zahlen. Beim Catering geht es nicht um „Knalleffekte“ und exotische Zutaten, sondern vielmehr darum, alle Sinne anzusprechen. Mindestens genauso wichtig sind Informationen über die Herkunft, sie fördern die Wertschätzung. Bei den Speisenkonzeptionen nimmt außerdem die Nachhaltigkeits- und Zielgruppenspezifik einen besonderen Platz ein.

Alle reden von Service. Was ist dir da besonders wichtig?

Individueller und persönlicher Service, das ist bei uns der Kern der Philosophie. Bei uns steht der Kunde an erster Stelle. Auf dem Weg dorthin zählen Dinge wie eine gelebte Herzlichkeit, Teamfähigkeit, eine respektvolle Kommunikation sowie selbstständiges Denken und unternehmerisches Handeln.

www.ronny-pietzner.de

www.yumme.de