Foto: Dornbracht und Meiré Meiré

Foto: Dornbracht und Meiré Meiré

Streetfood wird schon seit ewig auf den Straßen der Welt dargeboten. Mit größter Handwerklichkeit dargeboten ist es oft die Chance mit der eigenen Zubereitung von Speisen noch ein bisschen Geld zum Unterhalt der Familie dazu zu verdienen.

Jede Bäckerei verkauft Belegtes und Gerolltes und Süßes auf die Hand. Dieser Markt boomt ohne Ende und vom Imbiss entwickeln sich viele kreativ weiter. Eine Marktanalyse von Lekkerland hat ergeben, dass die Kunden morgens, mittags und abends unterschiedliche gesunde schnelle Gerichte auch an Tankstellen kaufen möchten. Die Firmengruppe steht vor echten Herausforderungen, denn das belegte Brötchen reicht schon lange nicht mehr aus, um die Kunden zufrieden zu stellen. Betrachtet man den Trend kritisch, wächst der Müll und es wird weniger Zeit am Esstisch verbracht. Das sowohl als auch bestimmt den genussvollen Alltag.

Zunächst blicke ich auf eine wunderbaren Event im Jahr 2009 zurück. Damals erlebten wir eine Ausstellung für Dornbracht von Mike Meiré: Edges Global Street Food. Das Statement des kreativen Machers Mike Meire war: Streetfood heißt vor allem in anderen Prozessen denken. Wie wahr!

Der Macher von brand eins, zeigte im Rahmen der Passagen zur IMM Cologne erstmalig in Köln Objekte und Straßenküchen aus verschiedenen Teilen der Welt: bildschöne Fundstücke! Ich war damals für das Catering zuständig und es gab Arancini, Fish & Chips, Mini-Burger, Softeis und Pulled Pork Sandwiches. Waren wir damals schon Trendsetter ?

https://www.dornbracht.com/de-de/culture-projects/edges/global-street-food/

Ein Lächeln! Habe gerade ein Foto mit meinem damaligen Azubi auf den Fotos von Dornbracht gefunden.

Geschichte des Streetfoods

Mit langer Tradition, besonders in Asien und Afrika, hat Street Food längst seinen Weg nach Europa und darüber hinaus gefunden. Für Milliarden von Menschen ist es weltweit alltäglich, sich bei mobilen Garküchen oder Ständen zu verköstigen. Meerschweinchen in Südamerika, Dim Sums, Hahnenkämme, Garküchen in Asien, Eisverkäufer in Rimini am Strand, Früchteverkäufer in Südamerika, immer wieder ein Glücksmoment und manchmal gehört auch echter Mut dazu! Im kulinarischen Erlebnis inbegriffen: Eine kleine Unterhaltung mit den meist redseligen Straßenverkäufern, um einmal mehr Neues über Land und Leute zu erfahren, sollte man nicht nur einmal erlebt haben. Bolivien (z.B. Avena con Leche oder Quinoa con Manzano) Brasilien (z.B. Acarajé, Tapioca, Pamonha) | Argentinien (z.B. Empanada, Choripan) | Chile (z.B. Sopaipilla, Completo, Mote con Huesillo (chilenisches Erfrischungs-Getränk) | Straßen-(Grill-)Restaurants überall in Südamerika mit Fleischspießen, Fisch am Spieß, Arepas, Würste in Südamerika | Dim Sum in Hongkong – los geht’s!

https://www.youtube.com/watch?v=LZtADriH4DU

Vietnam Streetfood https://www.youtube.com/watch?v=CX2rrZzT7JQ

HotDog Stand in New York

HotDog Stand in New York

HotDog Stände in New York … die gehören dort zum Straßenbild und werden aber von unzähligen kreativen neuen Konzepten ergänzt. Dahinter stehen Typen, die Tag ein Tag aus, nichts anderes tun, als Fremde für Ihr schnelles Essen begeistern zu wollen. Manchmal haben sie Stamm-kunden und manchmal ist es eine tägliche Buhlerei um das beste, schnellste und attraktivste Essen. Ein kleines Gespräch, ein paar Münzen, ein Lächeln und das gute Gefühl in etwas Gutes hinein zu beißen. Ohne Tisch und Stuhl, ohne weiteren Service, meist sogar ohne Getränk. Eine gute Sache frisch vor meinen Augen fertig zubereitet, dekoriert und go. Bei ungekannten Speisen hat die Performance ebenso großen Einfluss auf die Entscheidung etwas Neues auszuprobieren, wie das Produkt an sich. Schauen Sie einfach mal rein bei YouTube – Millionen von Streetfoodvideos zum Staunen.

Wie sieht der eigentliche Foodtrend aus ?

Wir und andere Caterer haben im Flying Buffet relativ bald das Thema Streetfood entdeckt. Auf unseren kulinarischen Reisen in andere Länderküchen finden wir immer noch unerschöpflich viele pfiffige Streetfoodideen. Nach wievor ungebremst ist die Sehnsucht nach Regionalem und den Revivals aus Oma’s Küche. Also wer die Kreativität der Streetfoodküchen der Welt mit dem Geschmack der Heimat verbindet, ist ganz vorne.

Der Boom hat sich weiter entwickelt. So ist es heute mega hip für die Agenturs-Landschaft keinen Caterer mehr zu bestellen, sondern mit einem coolen Foodtruck vor der Türe die Verköstigung der Gäste cool zu inszenieren und letztendlich mit der Begrenzung auf wenige handlich unkompliziert zu essende Gerichte eine Leichtigkeit und Coolness zu schaffen. Dazu eine kleine Craftbeer und Natural Wine Bar und die Welt ist „mega“ in Ordnung. Eine angesagte Limomarke oder gar selbstgemachte Limos in den original Mason Ball Gläsern aus USA runden das Angebot ab.

Spätestens mit dem Film „kiss-the-cook-so-schmeckt-das-leben“ kam dann auch der perfekte Filmhit ins Kino. Aus USA schwappte 2014 eine unfassbare Welle nach Deutschland über.

In vielen Teilen Europas fahren immer mehr Trucks auf den Straßen und bieten ihre Gerichte mittags wie auch abends und auf Events an. Alle rollenden Küchen haben aber eines gemeinsam: sie wechseln ihren Standort und bieten hohe Qualität der Gerichte zu guten Preisen an. Regionale Produkte von lokalen Bauern, Bäckern, Metzgern, Konditoren, Kaffeeröstern, Braumeistern oder Bio-Märkten werden verwendet, um die Gäste zu begeistern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Küche in einem Truck, z.B. Freightliner MT 45, oder in einem Trailer, z.B. Airstream, steckt. Wichtig ist nur, dass der Vorteil genutzt wird, täglich, ja sogar stündlich den Ort zu wechseln, um vielen Hungrigen die mit viel Liebe und Leidenschaft hergestellte Speisen vor Ort anzubieten.

http://www.foodtrucks-deutschland.de/trucks/food-truck-liste-deutschland

Der Geruch zieht an

Der Geruch nach frisch gegrilltem Fleisch oder Würstchen zieht magisch an. Wahrscheinlich ist der Geruch das Erfolgsrezept der Weihnachtsmärkte. Es riecht nach Zimt, Vanille, getrockneten Früchten – überall lächelt einem eigentlich ungesundes in gemütlicher Verpackung an. Man trifft sich in geselligen Runden und knüpft Kontakte. Man steht dort um zu genießen und hat direkt eine Möglichkeit sich unbefangen darüber zu unterhalten, wie einem das Streetfood, der Glühwein oder der Reibekuchen schmeckt. Sich verführen lassen etwas nicht Alltägliches zu Probieren, das ist Streetfood. Manchmal auch purer Hunger oder Lust – denn wahrscheinlich haben die Kalorien auf Streetfoodmärkten frei. Zuhause würde man selten frittieren und gar noch Zimt und Zucker über das fette süße Teilchen drüber geben!

SCHLANGEN sind gut

Nichts schlimmeres, als wenn man im Foodtruck die Schlange richtig schnell abarbeitet und plötzlich ist da keiner mehr. Horror! Die Psychologie der Schlange ist einer der größten Erfolgsfaktoren für einen Foodtruckstar. Die längste Schlange ebbt nie ab, weil alle denken, da muss es gut sein.

Streetfood versus Foodtrucks

Die Profis wie Till Riekenbrauck von www.street-food-festival.de sagen, dass es ist die Mischung von bunten Ständen und Foodtrucks, die den Markt erfolgreich macht.

Hierzulande findet Street Food oft noch im Event-Rahmen statt. Ein Klassiker ist der Street Food Thursday in der Markthalle Neun in Berlin, Kreuzberg. Sei es nun drinnen oder draußen, auf Street-Food-Märkten sind fast immer auch Foodtrucks zu finden. Ein Foodtruck ist immer Street Food, also mobiler, schneller Genuss auf die Hand. Ein Foodtruck kann auch ein Hybrid sein, wenn er sich zu einem Pop-up-Restaurant wandelt. Wer kreativ und anders einen mobilen Foodstand aufbaut, der bestenfalls in einen Caddy passt und zu zweit schnell und optimiert aufbaut, kann ebenso ein Gewinner in der Szene sein, denn die Kosten für einen Foodtruck sind enorm. Also für Einsteiger gilt, erstmal ein richtig skalierbares Streetfoodkonzept aufbauen und dann wachsen.

Nicht zu unterschätzen ist die Höhe des Trucks und somit die Distanz zum Kunden. Der kann gar nicht richtig beim Zubereiten zuschauen und wenn mal nicht so viel los ist, muss man eigentlich vor dem Truck, um Menschen anzusprechen.

genusswagen

GENUSSwagen FoodTruck – www.genusswagen.com

Die kleine schöne dekorative Präsentation mit guter Logoinszenierung und dann richtig gutes Essen, ist genauso attraktiv wie ein Luxusairstreamer. Caviar House Prunier, Robbe & Berking und Champagne Pommery haben ein Luxuskonzept auf die Straße gebracht, worüber wir nur staunen können. Ein geniales Konzept. Kürzlich plauderten wir am Sonntag Abend nach einer erfolgreichen Landpartie auf Gut Adendorf mit dem Team, kam eine Kundin zurück und kaufte noch mal eben einen Silbernen Eiskühler für 1000,00 EUR. Die drei Marken inszenieren ihren Luxus an spannenden Orten und erreichen ganz viele neue Kunden, die viel durch die einladende Präsentation und das Angebot an vielfältigen Genüssen, einfacher zu verführen sind.

Das Konzept von Foodtrucks ist KEIN Gastro-Hype.

Foodtrucks profitieren von einer langsamen Veränderung in der Gesellschaft. Steigende Mieten und Lohnkosten machen viele Gastronomie-Standorte unrentabel. Die Fixkosten sind zu hoch. Die gesellschaftlichen Veränderungen ermöglichen es dem Foodtruck-Konzept diese Lücke in der Essensversorgung zu füllen. Da für die Entwicklung der Fixkosten in der Gastronomie noch kein Ende in Sicht ist, werden Foodtrucks immer wichtiger für eine qualitativ gute und regionale Verpflegung vieler Orte und Unternehmen. Warum die Frage nach einem Hype aber trotzdem häufig gestellt wird, liegt an der aktuellen Ausrichtung der Foodtruck-Szene. Zahlreiche Foodtrucks sind auf Street-Food Events unterwegs und prägen somit ganze Regionen. Diese Kombination ist für viele der erste Kontakt mit der mobile Gastronomie. Verständlich also, dass viele Menschen Foodtrucks automatisch mit Street-Food verbinden.

Die Street-Food Events sind definitiv in einer Hype-Phase. Aber das Geschäft ist nicht einfach. Ich erinnere mich an mein erstes Streetfoodfestival in Köln. Es war das zweite und ohne Witz, ich stand auf einem unebenen heruntergekommenen Fabrikgelände am Ende von Ehrenfeld über eine Stunde an, um überhaupt auf das Gelände zu kommen.

Dann schaute ich mir alle Stände an und entschied mich für das Hot Dog Konzept der Fetten Kuh. Dort stand ich wieder gut 20 Minuten an um einen wirklich guten Laugenhotdog mit Weisswurst und Rettich zu probieren. Ich staunte über das Szenario und klar, verkleckerte mich beim Genuss, denn wer soll so einen Rießen Hot Dog unfallfrei essen können, mit Handtasche am Arm, ohne Stehtisch, über den man sich beugen kann …. ? Jung und alt war gemischt vor Ort um sich kulinarisch neues einzuverleiben. Ich erinnere mich auch an eine Schlange an einem kleinem alten französischen Oldtimerbus mit winzigen Fenstern. Ich ging näher um zu erahnen, was es dort gibt. Genial: Oreos, kleine Bountys und andere namhafte Schokoriegel … in Backteig getaucht und ausgebacken und in der Tüte aus dem Wagen gereicht …. Markeninszenierung ganz anders. Ich stellte mich nicht an. 3300 Kalorien in einer Tüte – für den einen vollkommenes Glück – für mich eine Horrorvorstellung. https://www.facebook.com/derkleinemunchkin

Wie sieht die Zukunft der Foodtrucks aus:

Bessere Qualität, mehr Regionalität und individualisierte Produkte liegen im Trend der Zeit. Bedingt durch immer weiter steigende Mieten für stationäre Restaurants und der örtlich sehr wechselhaften Nachfrage boomen Foodtrucks.

Wer also authentisches, individuelles und handwerklich perfekt gemachtes Essen anbietet, wird gewinnen. Die Suche nach unverwechselbarem und Spannendem ist riesig.

Foodtrucks sind flexibel, wenn man sie schlau betreibt auch höchst effizient. Sie stehen genau dort, wo aktuell der Bedarf besteht und zwei Stunden später, können sie schon an einem anderen Ort stehen. Es sind aber nicht die Foodtrucks, die zu einer Konkurrenz für die Restaurants werden. Es sind die aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen, die für die Restaurants deutlich mehr Bürokratie, Personalkosten, höhere Flexibilität, da die Kunden viel mehr Variation wünschen, Allergene … ach die Liste ist elend lang.

Wer es sich leisten kann als Restaurantbetreiber bespielt zusätzlich einen Foodtruck, wie zum Beispiel Johannes von Bemberg und Oliver Röder von der Burg Framersheim in Euskirchen. In den USA begeistert diese Kombination von Foodtruck und Restaurant schon seit vielen Jahren. Immer eine autarke Küche dabei zu haben und von ihr heraus überall kochen zu können ist die herausragende Eigenschaft der Foodtrucks und somit der Kern ihres Erfolges; kombiniert mit dem Glanz in den Augen, den Trucker bekommen, wenn man mit ihnen über ihre Gerichte schwärmt. Auch die Reduktion auf das Wesentliche und die ausgewählten wenigen Gerichte nehmen Komplexität aus dem Alltag.

In Deutschland wird es in naher Zukunft mit Sicherheit für viele „Ernährungstrends“ einen Foodtruck geben. Alle aktuellen Entwicklungen vereinen doch eine bewusste Reduktion der Zutaten, um Komplexität aus den Gerichten herauszunehmen.

Der Gast sucht Anregung für seine eingechränkte Ernährung gerade auf Streetfoodmärkten. Low Carb, Vegan, Paleo, clean Eating …. Das kann ein Restaurant mit einem bestimmten Küchenstil gar nicht immer alles auf einmal bedienen.

Kunden möchten wissen, was in ihren Gerichten enthalten ist und legen auf regionale und qualitative Produkte wert. Diese „Trends“ sind eine natürliche Reaktion auf die Entwicklung beim Thema Convenience Food.

Auch für die Restaurateure ist der Besuch eines Streetfoodmarktes eine Möglichkeit für Anregungen und dann die Umsetzung im eigenen Kontext.

Die Big Player haben längst die Streetfood-Marken-Image-Kompetenz für sich entdeckt. Es gibt zu Recht nun erste Befürchtungen, dass Industrie – und Vollconvenience schnell mit großen Budgets die Oberhand gewinnen.

Was kostet ein Foodtruck mittlerer Größe ?

Nehmen wir aus aktuellen Anlass den Truck, den der Gewinner der KARAWANE DER KÖCHE erhält. Dieser ist 145.000,00 EUR wert und ist ausgestattet mit Backofen, zwei Kühlschränken, einer Kühltruhe, Wassersystem, 2 Grillplatten, 2 Friteusen, 1 Belegstation, 1 Bain-Marie, Gaskammern, Kabelsysteme, Ausgabeklappe, Glas-Spuckschutz, Regalen, Altölbehälter, Materialkisten. Je nach Konzept ist dieser sicherlich überdimensioniert ausgestattet. Die meisten Trucks werden auf das Foodkonzept hin maßgeschneidert. Rechnet man alleine die Anschaffung des Trucks auf 5 Jahre wären das ca. 2450,00 EUR Miete im Monat. Wer das finanzieren muss, ist schnell mit 3000,00 EUR je Monat dabei. Dann kommt Sprit, Wartung, Ausbesserung von kleinen menschlichen Schäden dazu und das sind schnell mal 500,00 EUR im Monat. Dazu braucht man eine gute optische Aufmachung, die mal schnell mit 2000,00 EUR zu Buche schlägt. Dekoration für vor den Truck wie Stehtische, Tafeln oder Pflanzen sind empfehlenswert, damit der Kunde schnell entscheiden kann. Hier rechnen wir mal mit 300,00 EUR. Und ja der Kunde möchte sich mit dem gekauften Food identifizieren und nicht weit vom Truck entfernt direkt genießen. Dabei den Spirit des Konzeptes fühlen, gar den Köchen ein „schmeckt grossartig“ wieder zurück spielen. Dann braucht man eine Produktionsküche für die Vorproduktion, die man natürlich tageweise mieten kann, oder selbst unterhält, diese muss auch noch eingerichtet sein mit Profispülmaschinen, Kipper und Konvektomat und optimalerweise einen Kühl- und Gefrierhaus. Kleininventar an GN Behältern die perfekt in das System des Trucks passen, braucht man in großer Menge.

Also bevor man loslegt, sollte man sich bewusst sein, dass man immer mindestens zu zweit im Truck stehen muss. Einer macht die Lebensmittel und einer kassiert. Hier ist eine Trennung sehr sehr wichtig. Umso mehr Handgriffe, um so mehr Mitarbeiter braucht man. Das kostet alles zusätzliches Geld.

Wir rechnen mal wie folgt: An 4 Tagen verkauft man über 5 Stunden frisch zubereitete Speisen aus dem Truck. Am 5. Und 6. Und 7. Tag kauft man ein, macht Marketing und hofft auf zusätzliche Cateringaufträge.

Der Durchschnittspreis liegt zum Beispiel bei 6,50 EUR und man sollte ca. 250 Portionen am Tag verkaufen. Das macht 1625,00 EUR Umsatz am Tag x 4 Tage die Woche x 4 Wochen = 26.000,00 EUR Brutto Umsatz im Monat.

Davon geht die Mehrwertsteuer ab. Dann der Wareneinsatz, die Kosten für den Truck, die Kosten für die Produktionsküche, die Kosten für das Team, Versicherungen, Dekoration, Marketing, Reparaturen, Non Food, Putzmittel…

Damit da am Ende etwas übrig bleibt, muss man wirklich fleissig sein und das Konzept wirklich schlüssig im Ablauf, Warenkosten und Teambedarf sein.

Ohne Vermarktungsgeschick, würde ich das einem „nur“ guten Koch nicht raten. Man muss ein extrem gutes starkes Netzwerk haben und permanent dran bleiben! Caterings und Pop-up-Restaurants muss man auf jeden Fall zusätzlich spielen. Der Erfolg liegt in der Genialität der Gerichte, die man anbietet!

Die Einrichtung eines Restaurants samt Profiküche und zukunftsträchtigem Design kostet natürlich ein Vielfaches, was heute selten eine Bank noch finanziert. Also alles will wie immer gut überlegt sein und ist auf jeden Fall eine Typfrage.

Wer sind die Macher

Die Markthalle Neun ist seit 2009 richtig Trendsetter in Sachen Streetfood.

Und unsere Hauptstadt hat Signalwirkung für das ganze Land. Der Markthalle Neun Streetfood Donnerstag wurde schnell Kult und Dieter Kosslik adaptierte die unkomplizierte Verpflegung in das BERLINALE Konzept.

Seit 2014 kann sich Kinobesucher und Passanten während der Filmpausen wieder bei leckerem Street Food stärken. Glich der Potsdamer Platz lange Zeit eher einer kulinarischen Wüste, musste man sich 2014 plötzlich zwischen dem Buns Mobile mit klassischen Burgern, Pulled Pork Sandwich, heißen Käsespätzle vom legendären „heißen Hobel“ oder Fish and Chips vom Pariser „The Sunken Chip“ oder Maria Maria Arepas mit ihren Arepas entscheiden. Daneben gibt es jeden Tag einen wechselnden Truck of the Day mit einem Überraschungsangebot.

Klaus P. Münch ist einer der sympathischten Macher der Szene überhaupt. Ein echter Nürnberger Bub mit Bodenhaftung und Kreativität. Er erzählt, dass er als er mit seinem Partner anfing eine klare Trennung der Aufgaben hatte. Der Partner hat gekocht und vorbereitet, er hat sich um Einkauf, Buchhaltung und Vermarktung gekümmert. Im der Kernzeit haben sie gemeinsam geschickt. So wurde ein erfolgreicher Truck und heute ein stattliches Beratungsunternehmen samt einem Foodtruck Roundup Konzept, das seine Fans nach sich zieht.

Mit RibWich startete er in der Region Nürnberg der erste erfolgreiche Gourmet-Foodtruck mit einem bis dahin einzigartigen Konzept. Dieses inspirierte viele, zuerst in der Region, dann deutschlandweit. Auf dem Original Foodtruck RoundUp hatten viele Foodtrucks Deutschlands ihren ersten Einsatz und sind seitdem erfolgreich in ihrer Region unterwegs. Diese Signalwirkung für Deutschland haben auch zahlreiche Medien erkannt und sind somit auch häufig Gast in der Region. Eine ganze Branche schaut nach Nürnberg und orientiert sich daran. Was dort erfolgreich funktioniert kann auch in anderen Regionen nicht falsch sein. Daher nutzen viele die Chance und beginnen ihre Foodtrucker-Karriere mit einem Besuch in Nürnberg.

Sein Slogan ist: Einhaken statt Ellenbogen ausfahren“. Wie in allen Branchen gilt, Zusammenhalt bringt alle weiter. Generell sagt er: das Produkt muss knallen! Es muss so gut sein, dass die Menschen bei jedem Wetter gerne kommen.“

„Dim Sum to the world“ sind die genialsten Dim Sums in Deutschland zaubert Ulf Tassilo Münch, der sich sehr umtriebig in der Szene behauptet und mit der www.streetfoodguild.de plant, den World Streetfood Congress aus Asien nach Europa zu bringen.

Und hier noch ein paar Webseiten zum Stöbern:

www.bunsandsons.com

Streetfoodspülmaschinen: www.colged.de

www.biostreetfood.de

Die Letzjährige Matjesmeisterschaft stand ganz im Sinne von Streetfoodideen: www.friesenkrone.de

www.unox-oefen.de – hier gibt es Combidämpfer, die man mit Propangas betreiben kann!

„Rock the table live on stage im Restaurant“ lautet der Slogan der Dussmann-Gruppe, mit der sie Streetfood wie „Smoke the water”, “we can start a fire“ oder here comes the sun” in Betriebsrestaurants brachte: www.dussmanngroup.com

Nächste Streetfoodconvention ist am 10. Und 11. November 2016 in Nürnberg an der Messe: www.nuernbergmesse.de

http://www.die-intolerante-isi.de

Torsten Hülsmann und Stefan Paul die erfolgreichsten Streetfoodpublizisten. Schaut mal in die Bücherregale, der Erfolg der Bücher ist auch ein Signal, dass man diesen Trend nicht ernst nehmen sollte.

André Korsch ist ein genialer Ansprechpartner, wenn es um einen maßgeschneiderten Foodtruck geht. www.ROKA-Werke.de

Mein liebster Weinbulli: www.balthasar-ress.de/riesling-bulli

Till Riekenbrauk ist mit seinen Partnern nicht nur Streetfoodfestival Organisator der ersten Stunde, sondern hat am 12. Oktober 2015 ein bisher einmaliges Po-Up-Konzept eröffnet. Im LADEN EIN, Blumenthalstraße 66, 50668 Köln – ganz in der Nähe von Flora und Zoo, finden alle 14 Tage für 2 Wochen erfolgreiche Streetfoodkonzepte ein Zuhause. Die Stars der Szene waren alle schon dort und STERNS Deli wird nach der kurzen Sommerpause ab 28. August dort ein Food und Wein Konzept vorstellen.

Die Erstausstrahlung der Sendung DIE KARAWANE DER KÖCHE könnt Ihr dort mit uns und den Teilnehmern der Karawane gemeinsam am 7. September im Laden ein erleben.

Lust but not least: mein Lieblingstruck ist in Arbeit: Elektromobilität kombiniert mit perfekter Weinklimatechnik und einem kleinen feinen Kochmodul!

Feedback bitte an: claudia@sterns.tv

Merci Eure Claudia Stern